Home
   
 
ÜBERSICHT
 LINKS ÄRZTE IN RUHRGEBIET  
HOME
ÜBER UNS
WEGBESCHREIBUNG
KONTAKT
IMPRESSUM
   
LEISTUNGSSPEKTUM
VORSORGE-MEDIZIN
KREBSERKRANKUNGEN
NACHSORGE
PROKTOLOGIE
   
INFO-BROSCHÜREN
 
Diverticulose
Zwerchfellbruch
Sodbrennen
Reizmagen
Blähungen
Verstopfung
Toronto-Diät
Schlafstörungen
Depression ?
SELBST-TESTS
FORMULARE
VORTRÄGE
   
MINI-LEXIKON
REZEPTE-HOTLINE
   
 
 
Info-Sevice Zwerchfellbruch
DIVERTICULOSE ZWERCHFELLBRUCH
REIZMAGEN
VERSTOPFUNG SCHLAFSTÖRUNGEN
LAKTOSEINTOLERANZ SODBRENNEN
BLÄHUNGEN
TORONTO-DIÄT
DEPRESSION ?
                       
  • ZWERCHFELLBRUCH
   
  Liebe Patientin, Lieber Patient
 

Durch unsere Untersuchungen ist bei Ihnen ein "Zwerchfellbruch" festgestellt (der medizinische Fachausdruck dafür lautet "Axiale-Hiatus-Gleithernie"). Dieses Wort "Bruch" ist irreführend und vielleicht auch mehr ängstigend, als es notwendig ist.



Daher einige Erläuterungen:
Ihr Zwerchfell sieht aus wie ein Kinder-Regenschirm, welcher zwischen Brustraum und Bauchraum aufgespannt ist. Dieser Regenschirm besteht aus einem Muskelgewebe, nur im zentralen Bereich sind bindegewebige Anteile.

Jeder Mensch hat in diesem bindegewebigen Bereich eine Durchtrittsstelle für die Speiseröhre, da der Magen direkt unterhalb des Zwerchfelles liegt. Diese Durchtrittsstelle ist bei Ihnen vergrößert ( Ursachen können unter anderem sein: eine allgemeine Bindegewebsschwäche, bei Frauen der Geburtsvorgang, es gibt aber auch angeborene Formen und weitere Ursachen). Negativ begünstigt durch Übergewicht, starke Blähungen, Pressatmung oder auch von ganz alleine kommt es nun manchmal zu einem Heraufrutschen des Magens in die vergrößerte Speiseröhrelücke.
 
Unter diesen Bedingungen entstehen dort Druckgefühl, Völlegefühl, teilweise auch krampfartige Beschwerden welche sogar die Intensität eines Herzinfarktes annehmen können. Die normale Logik zeigt Ihnen, daß einknickende Sitzhaltung (typischer Weise auch im Auto) sowie Erhöhung des Bauchdruckes durch äußere oder innere Maßnahmen (zu enge Kleidung!!) dieses Heraufrutschen des Magens ebenfalls negativ begünstigen.
 

Neben dem örtlichen Schmerz- und Druckereignis kommt es dann noch zu einem weiterem großen Problem: Der normale SchlußMechanismus zwischen Magen und Speiseröhre funktioniert nicht mehr und es kommt zu einem teilweise beträchtlichen chronischem Aufsteigen von Mageninhalt und Magensäure in die Speiseröhre.

Dieses Organ ist dagegen nicht geschützt! Es kann gehäuftes Sodbrennen resultieren. Aber auch ohne Sodbrennen kann es zu einer chronischen Speiseröhrenentzündung kommen. Wir möchten in diesem Zusammenhang auf unser ausführliches "Informationsblatt Sodbrennen" hinweisen - bitte fordern Sie es an.

Ganz erstaunlich auf den ersten Blick ist ein weiterer Zusammenhang:

Chronischer Husten bzw. asthmatische Beschwerden (chronische obstruktive Atemwegserkrankung) sind außerordentlich häufig Ursache eines Rückflusses von Magensaft in die Speiseröhre. Die statistischen Angaben schwanken hier zwischen 30 und 70 % der Fälle mit chronischem Husten!

Im Liegen (meist während der Nacht) fließt der hochkonzentrierte Magensaft (dieses ist eine hochwirksame Säure!) zurück bis in die obere Speiseröhrenhälfte oder gar in den Mund. Mikrotröpfchen werden eingeatmet und bewirken eine chronische Reizung der (gegen die Säure natürlich nicht geschützten) Bronchialschleimhaut. Es resultiert eine chronische Bronchitis, welche wiederum zu chronischem Husten etc. (Heiserkeit, Druckgefühl im Kehlkopf etc.) führen kann. So ist es auch für Betroffene häufig sehr erstaunlich, daß ein Magen-Medikament (welches dann die Säureproduktion unterdrückt) ein bronchiales Problem (chronischer Husten) lösen kann. Auch dieser Problemenkomplex sollte zumindest angesprochen werden, wenn Sie den Eindruck haben, daß Sie unter diesen Beschwerden leiden.

 

 
 
Die Therapie aller Probleme der Zwerchfellhernie ist natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich notwendig. Heutzutage schaffen wir es fast immer, ohne eine Operation auszukommen.
  Wichtig sind 2 Bereiche:
   
  1. Ihre Mitarbeit
 
Bei vorhandenem Übergewicht sollte eine Gewichtsnormalisierung angestrebt werden. Ständiges und sich wiederholendes Überanstrengen der Bauchmuskeln durch schweres Heben oder Tragen, aber auch durch Pressen bei zu hartem Stuhlgang oder andauerndem Husten muss beseitigt werden. Bestimmte Sportarten, wie z. B. Ballett, aber auch unter Umständen Rudern und Hanteltraining können (je nach Übung) die Beschwerden negativ beeinflussen.
   
  2. Eine fachärztliche Kontrolle
 

Und angepasste Therapie mit sehr modernen und in der Regel auch sehr aufwendigen Präparaten muss konsequent durchgeführt werden. Die Komplikationen einer möglichen chronischen Speiseröhrenentzündung sind in dem erwähnten Informationsblatt "Sodbrennen" genauestens beschrieben - es geht durchaus auch um die Verhinderung einer bösartigen Erkrankung.

Wichtig: Sprechen Sie Ihren Arzt auf mögliche Oberbauchbeschwerden oder auch unklaren Herzdruck an, achten Sie auf eine Schwarzverfärbung des Stuhles (obere Magen-Speiseröhrenblutung!), nehmen Sie die Möglichkeiten von allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen war.

 
Top
  Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Boekstegers
 
 
 
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind
ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.© 2005