| |
HERZ-KREISLAUF |
| |
|
| |
Risikominderung bei Patienten mit Koronarer-Herz-Krankheit , Gefäßerkrankung und Diabetes |
| |
Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung – hat vor kurzem Empfehlungen zur Risikominderung für Patienten mit KHK, anderen Gefäßerkrankungen und Diabetes herausgegeben. |
| |
|
| |
Zielsetzung: |
| |
Diese Empfehlungen gelten für Patienten mit KHK oder anderen arteriosklerotischen Gefäßveränderungen, z. B. der Bein-Becken-Arterien oder der Karotiden (Sekundärprävention) und für Diabetiker ohne manifeste Gefäßerkrankung (Primärprävention). Prognose und Leistungsfähigkeit werden durch die im folgenden genannten Maßnahmen verbessert. Änderungen des Lebensstils haben die gleiche Bedeutung wie andere Therapieoptionen. |
| |
|
| |
Rauchen: |
| |
Die Aufgabe des Rauchens ist bei Gefäßerkrankungen die wichtigste Einzelmaßnahme.
Der Patient muss das Rauchen völlig einstellen.
Partner und Familie werden mit einbezogen. Er vereinbart mit dem Patienten einen eigenen Termin zum Thema Rauchverzicht.
Bei der Beratung kann der Arzt auf entsprechende Literatur verweisen, eine Nikotinersatztherapie anbieten und Raucher-Entwöhnungsprogramme (z. B. an Volkshochschulen) empfehlen. n |
|
| |
Ernährung: |
|
| |
Eine günstige Ernährungsform enthält die notwendigen Kalorien, ist ballaststoffreich (über 20 g/d) und fettarm. Der Anteil an gesättigten Fetten sollte unter 10% der Gesamtkalorienmenge liegen, der Anteil an Cholesterin unter 300 mg/d. Die Kost sollte wenig Fleisch und tierische Fette enthalten, aber viel Vollkornprodukte, frisches Gemüse und Früchte. Ein hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren wie in Seefisch und Walnüssen ist günstig.
Beispiele einer vorteilhaften Küche sind die mediterrane oder asiatische Kost. Ein moderater Alkoholkonsum ca. 15 g/d) wirkt sich nicht ungünstig auf das kardiovaskuläre und das Gesamtrisiko aus. Dagegen steigt das Gesamtrisiko bei höherem Alkohlkonsum (über 30 g/d). Für Frauen gelten niedrigere Grenzwerte. |
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| Übergewicht: |
Ziele sind Erreichen des Normalgewichts (BMI < 25) und Beseitigung einer abdominellen Adipositas. Diätetische Maßnahmen und vermehrte körperliche Aktivität (s.u.) sollten Hand ind Hand gehen.
Da die Kalorien in der Nahrung reduziert werden müssen, ist es wichtig, die Ursachen für das Übergewicht herauszufinden: Alkohol, versteckte Fette, Süßigkeiten, Schokolade, Kuchen, aber auch übermäßiger Obstkonsum.
Zusätzliche körperliche Aktivität ist besonders für Patienten mit Hochdruck, Diabetes und erhöhten Triglyceriden zu empfehlen. |
| |
Fettstoffwechsel-Störung: |
|
| |
Primäres Ziel: LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl, sekundäres Ziel: HDL-Cholesterin über 40 mg/dl, Verhältnis LDL-Cholesterin/HDL-Cholesterin unter 2,5 Triglyceride unter 200 mg/dl. Wenn das LDL-Cholesterin < 100mg/dl, ist keine Therapie erforderlich. Wenn das LDL-Cholesterin zwischen 100 une 130 mg/dl liegt, sollte zusätzlich zur strikten Diät die Gabe von Statinen überlegt werden. Wenn das LDL-Cholesterin über 130 mg/dl liegt, sollte zusätzlich zur Diät eine medikamentöse Therapie (primär Statine) begonnen werden. Patienten mit Hyperlipidämie sollten eine strikte fettarme Diät einhalten, ihr Körpergewicht normalisieren und sich regelmäßig körperlich bewegen (besonders bei HDL-Cholesterin unter 35 mg/dl). |
| |
|
| |
Bewegungsmangel: |
| |
Die Patienten sollten vier- bis fünfmal wöchentlich ein mäßig intensives Ausdauertraining für 30-45 min. ausüben. Zusätzlich sollten sie eine aktivere Lebensweise anstreben, z. B. Treppensteigen statt Aufzug, Gartenarbeit usw. Jede körperliche Belastung, die über die Alltagsaktivitäten hinausgeht, wirkt positiv. Die Herzfrequenz sollte unter Belastung stets im ausge- testeten Bereich liegen: Ischämie- und beschwerdefrei. Mittel- oder Hochrisikopatienten können an ärztlich überwachten Trainingsprogrammen teilnehmen ((Koronargruppe, Übungsgruppe). |
| |
|
| |
Hochdruck: |
| |
Blutdruck unter 140/90 ,, Hg, bei Diabetes unter 135/85, bei diabetischer Nephropathie unter 130/80 mm Hg, Gewichtskon- trolle (1 kg Gewichtsreduktion entspricht einer Blutdrucksenkung um 2 mm Hg). Regelmäßiges Ausdauertraining. Alkohol- karenz für sechs ‚Wochen, anschliessend Beschränkung des Alkoholkonsums auf unter 30 g/d (bei Frauen unter 20 g/d), Salzrestriktion, individuelle Medikation. |
| |
|
| |
Medikamente: |
| |
Aggregationshemmer/Antikoagulanzien: ASS 100 mg/d. Bei Kontraindikaiton evtl. Marcumar (INR-Bereich von 2,0 bis 3,0), alternativ Clopidogrel 75 mg/d. ACE-Hemmer: Prophylaktisch oder zur Behandlung der Herzinsuffizienz bei eingeschränkter Ventrikelfunktion, äußerdem zur Verringerung koronarer Ereignisse bei Diabetes oder höherem Risiko. Betablocker: Nach Herzinfarkt und bei Hochrisiko-Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion und/oder belastungsinduzierter Ischämie. Östrogene: Eine Hormonersatztherapie wird nicht zur Sekundärprävention empfohlen. Wenn eine HRT seit über zwei Jahren besteht, kann sie unter gynäkologische Kontrolle fortgeführt werden. |
| |
|
| |
Leistungsspektrum der Praxen am Grillo-Theater |
| |
1. Allgemeine innere Medizin |
| |
-Kleiner Gesundheits-Check up (körperliche Untersuchung, Labor)
-Standard-Gesundheits-Check up (Untersuchung, Labor, Ultraschall, Ergometrie**
-Kleine Krebsvorsorge (jährlich Prostata, Stuhltest)
-Manager Check (große Gesundheitsvorsorge, erweiterte Krebsvorsorge)**
-Magen-Darm-Krebs-Vorsorge (alle 5-10 Jahre Magen/Darmspiegelung)
-alle internistischen-KARDIOLOGISCHEN Standarduntersuchungen unter einem Dach |
| |
2. Spezialsprechstunden: |
|
| |
-Reizdarm-Sprechstunde**
-Hämorrhoiden-Sprechstunde**
-Borreliose-Sprechstunde **
-Fibromyalgie-Sprechstunde**
-CFS-Sprechstunde (chronisches "Fatique" Erschöpfungs-Syndrom)**
-Spezielle Impf-Sprechstunde (computergestützt, 3-monatl. aktualisiert)**
-Alterungs-Sptechstunde - Burnt-out-Problem Sprechstunde |
| |
3. Magen-Darm-Medizin: |
|
| |
-Spiegelung des Magen-Darmtraktes
-Röntgen-Untersuchung des Magen-Darm-Traktes
-Funktionsuntersuchungen des Magen-Darm-Traktes
-Endoskopische Operationen von Polypen/Krebs-Frühformen/Blutungen
-Endoskopische Verödungen/Klammerungen von Prozessen („Endo-Clipping“) |
| |
4. Service: |
|
| |
Sofort-Teste bzw. Schnellteste für lebensbedrohliche Krankheiten
-Standard-Laborwerte inkl. Krebsmarker innerhalb v. 12 Std.
-Ggf. sofortige Standarduntersuchungen i. k. Kardiologie/int. Radiologie
-Magen-Darm-Medizin/Allgemeinmedizin - Terminierungs-Service! (Wir vereinbaren für Sie auswärtige Termine)
-Ggf. SOFORTIGER Datentransfer +/- Befundberichte +/- kollg. Konsile |
| |
|
|
| |
All diese Leistungen unter einem Dach durch unser Profi-Team! |
| |
|
|
| |
Mit freundlichen Grüßen Ihre PG Dr. med. A. Boekstegers |
|
|