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Info-Sevice |
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Reizmagen |
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REIZMAGEN |
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WAS MACHT DER MAGEN MIT DEN SPEISEN? |
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Unsere Speisen sind in der Form, wie wir sie zu uns nehmen, für den Körper noch nicht verwertbar. Erst wenn die darin enthaltenen Kohlenhydrate, Fette und Eiweißstoffe verdaut und in ihre Bestandteile zerlegt sind, können sie dem menschlichen Körper nützlich sein.
Der eigentliche Verdauungsvorgang beginnt bereits im Mund. Hier werden die einzelnen Bissen zerkleinert und mit Speichel vermengt. Das erleichtert den Transport durch den Verdauungstrakt, und der Magen hat weniger Last, den Speisebrei aufzuschließen und zu verflüssigen, denn der Speichel enthält |
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wichtige Stoffe (Fermente oder Enzyme), die die Verdauung beschleunigen.
Nachdem die Bissen die etwa 24 Zentimeter lange Speiseröhre passiert haben, gelangen sie in den Magen. |
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Der ist mit seinen 1,5 bis 2 Litern Fassungsvermögen eine Art Vorratsbehälter, in dem die Speisen mit Magensaft vermischt und in einen teilweise verdauten, halbflüssigen Brei umgewandelt werden.
Dazu knetet und wendet der Magen in wellenförmigen Bewegungen den Nahrungsbrei. Regelmäßig wie ein Uhrwerk, etwa dreimal in der Minute zieht er sich rhythmisch zusammen, um die Speisen zu walken, sie mit den Magensäften zu vermengen und zum Magenausgang, dem Pförtner, zu befördern. Diese Muskelbewegungen (Peristaltik) steuern Nervengeflechte in der Magenwand.
Der Magenpförtner öffnet und schließt sich abwechselnd, so daß die breiige Massage in kleinen Schüben in den ersten Darmabschnitt gelangt, den Zwölffingerdarm. (Dessen Länge entspricht etwa der Breite von zwölf Fingern, womit die Herkunft des Namens erklärt ist). Die nächste Portion des Mageninhaltes wird erst dann entleert, wenn der Zwölffingerdarm wieder völlig leer ist. |
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WORAUS BESTEHT MAGENSAFT?
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Der Magensaft enthält außer Salzsäure vor allem das Verdauungsenzym Pepsin und ein Glykoprotein. Die Salzsäure vernichtet die Bakterien und macht den Magen normalerweise weitgehend keimfrei. Sie fördert die Sekretion und Wirkung des Pepsins, indem sie die Speisen aufweicht.
Pepsin zerlegt die Nahrung in einfachere chemische Bestandteile. Glykoprotein trägt dazu bei, daß der Körper Vitamin B 12 aufnehmen kann, das für die Produktion von Blutkörperchen und das Funktionieren der Nerven erforderlich ist. Der Schleim selbst hat keine verdauende Funktion, sondern schützt den Magen vor der Selbstverdauung durch Magensaft. |
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IN DEN ERSTEN STUNGEN GEHT`S NUR ZÖGERND VORAN |
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Wie schnell die Speisen weiterbefördert werden, hängt unter anderem von der Zusammensetzung ab. Normalerweise dauert das zwei bis drei Stunden. Kohlenhydratreiche Nahrung ist leichter verdaulich und passiert den Magen schneller als eiweißreiche Kost, fetthaltige Speisen können sogar bis zu sechs Stunden im Magen verweilen.
Flüssigkeit verläßt den Magen zum großen Teil bereits in den ersten zwanzig Minuten. Nur wenige der festen Bestandteile folgen in den ersten 45 bis 60 Minuten. Auch danach geht es nur zögernd voran. Eineinhalb bis zwei Stunden, nachdem die Nahrung in den Magen gelangt ist, hat er noch die Hälfte davon "in Arbeit".
Wenn der Magen Nahrungsteilchen nicht zerkleinern kann, hält er sie so lange zurück, bis er mit der Entleerung flüssiger und breiiger Nahrung fertig ist.
Diese sogenannte Verdauungsphase des Magens dauert drei bis vier Stunden. Danach ändert sich der Bewegungsablauf völlig. Es folgen drei Phasen, die insgesamt 100 Minuten dauern und regelmäßig wiederkehren: In der ersten Phase, sie dauert fünf bis zehn Minuten, ruht die Bewegung.
In der zweiten Phase, sie dauert etwa vierzig bis fünfzig Minuten, ist das Muskelspiel des Magens unregelmäßig, in der dritten Phase schließlich drücken und schieben die Muskeln den restlichen Speisebrei aus dem Magen - wie ein Besen, der nach getaner Verdauungsarbeit den Magen auskehrt und von Unverdaulichem befreit.
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BEIM REIZMAGEN IST DIE NATÜRLICHE BEWEGLICHKEIT GESTÖRT..... |
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Mundgeruch, Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen, Völlegefühl im Oberbauch und Appetitlosigkeit - das sind Symptome, die ein Krankheitsbild kennzeichnen, das viele Namen hat: nervöser Magen, funktionelle Magenstörung, chronische Gastritis, funktionelle Oberbauchbeschwerden oder "Non-ulcer-Dyspepsie", um nur die wichtigsten zu nennen. Mittlerweile hat sich die Bezeichnung "Reizmagen" eingebürgert, als Begriff für diese Vielzahl von Erscheinungen.
Wissenschaftler haben festgestellt, daß bei den meisten Patienten, bei denen solche Krankheitszeichen auftreten, die natürliche Magenbeweglichkeit (Motorik) gestört ist. So beobachten die Experten, daß sich bei mehr als der Hälfte der Kranken der Magen nach der Nahrungsaufnahme nur zögernd entleerte. Die Speisen blieben länger als normal im Magen liegen und verursachten die Mißempfindungen. |
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| Beim Sodbrennen spürt man einen brennenden oder kratzenden Schmerz hinter dem Brustbein, als dort, wo die Speiseröhre in den Magen mündet. Diese Empfindung wird durch den stark sauren Mageninhalt erzeugt, der in die Speiseröhre zurückfließt, wenn der Magen überdehnt ist und den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre aufdrückt. Das Sodbrennen tritt meist dann auf, wenn man sich vornüberneigt oder flach hinlegt. Auch beim Heben schwerer Lasten oder anderer körperlicher Anstrengung kann es zu Sodbrennen kommen.
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UND DAS MUSKELSPIEL FUNKTIONIERT NICHT MEHR RICHTIG
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Eine veränderte Säureproduktion spielte dabei kaum eine Rolle. Patienten mit Reizmagen, das haben die Forscher längst nachgewiesen, produzieren genau soviel Säure wie gesunde Menschen.
Obwohl mancher vielleicht denkt: Säure = Reiz = Reizmagen, ist es in erster Linie die Überdehnung, die die Beschwerden auslöst. Deshalb verstärken sich oft auch die Schmerzen nach dem Essen.
Man schätzt übrigens, daß hierzulande zwei Millionen Menschen einen Reizmagen haben. Streß, seelische Erregungen, Ärger, Kummer, Sorgen und Ängste können derart "auf den Magen schlagen", daß sein normales Muskelspiel nicht mehr funktioniert. Er wird träge und vernachlässigt seine Hauptaufgabe, nämlich die Speisen zu transportieren.
Mitunter sind dem Betreffenden selbst die seelischen Ursachen noch gar nicht bewußt geworden, oder die Störung schleicht sich erst ganz allmählich ein, mit der wachsenden beruflichen Belastung zum Beispiel. Manchmal verbergen sich aber auch organische Erkrankungen hinter dem empfindlichen Magen, eine chronische Magenschleimhautentzündung etwa, ein Magengeschwür oder eine Geschwulst.
Es kann sogar vorkommen, daß Erkrankungen aus anderen Körperregionen (wie Gallenblasensteine, ein entzündeter Blinddarm oder eine kranke Bauchspeicheldrüse) zuerst in die Magengegend "strahlen" und dort Schmerzen auslösen. |
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NICHT VERWECHSELN: AKUTE GASTRITIS UND REIZMAGEN |
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Eine entzündliche Magenschleimhaut (Gastritis) bereitet im akuten Stadium ähnliche Beschwerden wie der Reizmagen. Deshalb werden beide Erkrankungen auch gelegentlich verwechselt. Doch anders als beim Reizmagen kann man die akute Gastritis normalerweise auf ein bestimmtes konkretes Ereignis zurückführen: zu schnelles, hastiges Essen und Trinken, zu heiß, zu kalt, zu scharf, zu süß, zu unregelmäßig, zu große Mengen, zuviel Kaffee, Tee, Alkohol, Nikotin und Drogen. Aber auch Medikamente gegen Fieber, Schmerzen und Rheuma etwa können die Magenschleimhaut so stark reizen, daß es zu einer akuten Gastritis kommt. Ebenso können Infektionen und Nahrungsmittelvergiftungen Entzündungen der Magenschleimhaut auslösen.
Die akute Gastritis heilt in den meisten Fällen von alleine aus. Bei sehr starken Beschwerden verordnet der Arzt entzündungshemmende Medikamente.
Häufig wiederkehrende Reizzustände und Entzündungen der Magenschleimhaut (chronische Gastritis) können sich selten aus der akuten Form Erkrankung entwickeln. Recht häufig tritt die chronische Gastritis, die außer gelegentlichem Druck- und Völlegefühl im Oberbauch und Appetitlosigkeit kaum wesentliche Beschwerden macht, ohne akute Vorläufer auf.
Eine chronische Gastritis darf nicht unbehandelt bleiben, denn auf dem Boden der Magenentzündung können Geschwüre im Magen entstehen. Bei entsprechenden Beschwerden sollte daher unbedingt der Arzt aufgesucht werden.
Die meisten Magengeschwüre sind nicht bösartig und heilen normalerweise nach einigen Wochen komplikationslos ab. Magengeschwüre, die nicht beachtet werden, können mitunter sogar zu Krebs führen. Deshalb empfiehlt der Arzt zur Erhärtung der Diagnose einige weitere objektive Untersuchungen: die Röntgenaufnahme und die Magenspiegelung.
Dazu rät der Arzt auch, wenn Magenschmerzen nicht innerhalb von drei bis vier Wochen abklingen - oder der "empfindliche Magen" nur schlecht auf eine Behandlung anspricht. |
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MIT MODERNER TECHNIK DEN URSACHEN AUF DER SPUR |
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Bei der Magenspiegelung mit dem "Gastroskop" muß der Patient bei lokaler Betäubung einen biegsamen Schlauch aus Fiberglas herunterschlucken, so daß er langsam bis in den Magen vorgeschoben werden kann.
Über eine Spezialoptik, die am Ende des Schlauches angebracht ist, kann der Arzt in einem Untersuchungsgang die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm ausleuchten und ansehen. Er kann durch das Gastroskop sogar eine kleine Zange einführen, um eventuell eine Gewebeprobe aus der Magenschleimhaut zu nehmen (Biopsie).
Für den Patienten ist das schmerzfrei und hat den Vorteil, daß er mit dem Ergebnis der Untersuchung eine sichere Diagnose besitzt. (Wenn sich dabei zum Beispiel herausstellt, daß sich nach zehn Stunden Nüchternheit noch immer Nahrungsreste im Magen befinden, ist das ein deutlicher Hinweis darauf, daß hier eine Magenentleerungsstörung vorliegt)
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Bei jedem Patienten, bei dem Verdacht auf eine bösartige Magenerkrankung besteht, muß diese Magenspiegelung mit Gewebeentnahme vorgenommen werden - auch wenn bereits eine Röntgenuntersuchung erfolgt ist. Denn die Entscheidung, ob operiert werden muß oder nicht, kann nur nach dem Ergebnis der Gewebeuntersuchung getroffen werden. |
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GESUND LEBEN NACH DER MAGENOPERATION |
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Wer häufig unter Magengeschwüren leidet, die auch nach monatelanger Behandlung nicht abklingen oder immer wiederkehren, kann sich chirurgisch behandeln lassen. Dabei wird meist das untere Magendrittel mit dem Magenausgang entfernt, denn dort sitzen die Zellen, die das Salzsäure-lockende Hormon Gastrin produzieren und in das Blut abgeben.
Danach wird der Zwölffingerdarm oder ein Teil davon mit dem verbleibenden Magenrest verbunden, so daß ein neuer Magenausgang entsteht. Jeder dritte bis vierte Magengeschwürkranke und viele Magenkebskranke wurden auf diese Weise operiert. Neuerdings wendet man beim Geschwür diese Methode an: Der Chirurg durchtrennt die Nerven, die in der Magenschleimhaut die Säureproduktion anregen. Man nennt diesen Eingriff "Vagotomie".
Nach der Operation sind die meisten Patienten beschwerdefrei. Doch bei anderen treten einige Zeit später Verdauungsbeschwerden und Mangelerscheinungen auf. Sie fühlen sich nach den Mahlzeiten plötzlich schwach, sie haben ein Völle- und Druckgefühl im Oberbauch mit Brechreiz und Erbrechen, manche klagen über Durchfälle, Schweißausbrüche, Schwindel und Herzjagen. Zu diesen Symptomen kommt es, weil sich der Mageninhalt zu schnell entleert.
Mediziner nennen dieses Phänomen "Dumping-Syndrom" (Dumping kommt aus dem Englischen und heißt soviel wie "Hineinfallen"). Die Beschwerden können die Betroffenen aber vermeiden, indem sie nur kleine Mengen verspeisen, beim Essen wenig trinken, Milch völlig auslassen und auch keine Suppen oder ähnliche flüssige Kost zu sich nehmen. Meist hilft es schon, wenn der Kranke sich nach den Mahlzeiten hinlegt. |
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| WAS KANN MAN BEI MAGENVERSTIMMUNG TUN? |
Wer einen kranken Magen hat, sollte vorsichtig ausprobieren, welche Kost er am besten verträgt. Eine strenge Diätvorschrift, an die sich Patienten mit empfindlichem Magen über längere Zeit halten müssen, gibt es nicht mehr. Heute gilt: "Alles, was vertragen wird, ist auch erlaubt". Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt bei allen Magenleiden als Dauernahrung eine "leichte Vollkost".
Bei dieser Ernährung werden die Gerichte "magenfreundlich" zubereitet (durch Kochen, Dämpfen, Backen im Römertopf oder Garen in Folie) und alle Magenreizenden Speisen vermieden. Dazu gehören: |
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- In Fett gebackene und gebratene Speisen (Pommes frites, Bratenkruste), fette Soßen, Schweineschmalz und Gänsefett.
- Starke Gewürze (Paprika, Chili, Curry, Senf, Meerrettich).
- Blähende Gemüse und Obstsorten (Kohl, Bohnen, Zwiebeln, Rettich, Pflaumen Kirschen)- und unreifes Obst.
- Konzentrierter Alkohol, schwarzer Kaffee, saure Weine, Fleischextrakte. |
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Bei einem übersäuerten Magen sollten keine Säfte und Limonaden mit hohem Säuregehalt getrunken werden. Dazu gehören Colagetränke, Trauben-, Apfel- und Orangensäfte. Es bekommt dem kranken Magen besser, wenn er anstelle von drei üppigen Mahlzeiten mehrmals am Tag nur kleine Mengen verarbeiten muß. Der Patient sollte die Speisen langsam essen und genießen. Dabei ist es wichtig, daß er jeden Bissen gut kaut und einspeichelt, denn "Gut gekaut ist halb verdaut".
Bei einer akuten Magenverstimmung muß der Magen erst einmal beruhigt werden. Das gelingt am besten, wenn der Patient ein bis drei Tage lang nur ungesüßten Tee trinkt und sich von Zwieback, Knäckebrot, getoastetem Weißbrot und Schleimsuppen ernährt.
Sobald die Beschwerden deutlich abgeklungen sind, kann der Kranke wieder das essen, worauf er Appetit hat und was ihm gut bekommt, damit sein Körper wieder ausreichend mit Vitaminen versorgt wird. Je nach Art und Intensität der Erkrankung wird der Arzt Medikamente verordnen, die die akuten Beschwerden lindern.
Bei Magenverstimmungen, die eindeutig auf eine zu hohe Säureproduktion zurückzuführen sind, werden häufig säurebindende Präparate (Antazida), Hemmer der Salzsäureproduktion (H2-Rezeptorenblocker) und krampflösende Mittel (Spasmolytika) eingesetzt. |
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DAS BRINGT DEN MAGEN WIEDER IN SCHWUNG |
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Bei Patienten mit funktionellen Magenbeschwerden, die durch eine Störung des Magentransports verursacht wurden, gibt es seit längerem schon Medikamente (Gastroprokinetika), die auf den Magentransport einwirken. Weil diese Mittel gelegentlich unerwünschte Nebenwirkungen haben, werden sie vorm Arzt nur selten über längere Zeit, Wochen oder Monate verordnet.
Mittlerweilegibt es auch weitere Medikamente, bei denen bislang weniger Nebenwirkungen als bei den herkömmlichen Präparaten beobachtet wurden. Man hat festgestellt, daß diese neuen "Gastroprokinetika" zwei Effekte haben: |
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Sie steigern die Beweglichkeit der Speiseröhre und befördern die aufgestoßene Magensäure in den Magen zurück - und sie beschleunigen die Magenentleerung.
Die Mittel beseitigen nicht nur die eingeschränkte Funktion des Magens, sondern fördern die Bewegung (Motorik) aktiv. Sie beschleunigen zudem den Transport der Nahrung durch Dünn- und Dickdarm. Die gesamte Motorik des Magen-Darm-Traktes wird auf diese Weise angeregt.
Zu den bewährten Hausmittlen, mit denen der Patient seine akuten Magenschmerzen lindern kann, gehören Wärme und Rollkuren.
Warme Leibauflagen wirken oft schmerz- und krampflösend: Ein feuchtheißer Lappen wird auf den Oberbauch gelegt (etwa vom Ansatz der untersten Rippen bis zum Nabel) und ein Frotteehandtuch darumgewickelt. Anstelle der feuchten Tücher können auch elektrische Heißkissen oder Wärmeflaschen wohltuend auf den Magen wirken.
Ernährungsumstellung, Naturheilmittel und Medikamente lindern zwar die Beschwerden - gegen die seelisch-nervösen Ursachen der Magenerkrankung können sie jedoch nichts ausrichten. Erst eine Änderung der krankheitsauslösenden Lebensweise kann hier auf Dauer Erfolg bringen. Mit Entspannungstechniken (wie autogenes Träning, Joga, Atemübungen) kann der Kranke versuchen, die
seelischen Belastungen besser in den Griff zu bekommen. Auch körperliche Bewegung, Gymnastik, Luftbäder und Wasseranwendungen können ihm helfen, ein stabiles seelisches Gleichgewicht zu erlangen.
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