Wesentliche Teilaufgabe des interfakultativen onkologischen Qualitätszirkels ist die Sicherung und Verbesserung der Qualität der onkologischen Nachsorge in der Region Essen durch Umsetzung der Leitlinien der einzelnen Fachgesellschaften, insbesondere der interdisziplinären Leitlinien.
Tumornachsorge ist die langfristige Betreuung von Tumorpatienten nach Abschluss der Primärtherapie. Nachsorge im engeren Sinne ist diagnostische Nachsorge des tumorfreien, R0-resezierten Patienten in regelmäßigen Abständen zur Früherkennung von Rezidiven sowie zur Erkennung und Verlaufsbeurteilung von Therapie- und Tumorfolgeschäden.
Dieses Fazit von 25 Jahren Tumornachsorge hat zu einem Paradigmenwechsel geführt: Verzicht auf schematisierte Rasternachsorge mit aufwendiger technischer Diagnostik zugunsten einer Langzeitbetreuung mit Betonung psychosozialer und rehabilitativer Aspekte (Lebensqualität) und symptomorientierten Untersuchungen mit gezielter Diagnostik bei tumorspezifischen Alarmsymptomen.
So werden beispielsweise beim Mammakarzinom seit kurzem nur noch Anamnese und körperliche Untersuchung regelmäßig durchgeführt und auf apparative Diagnostik einschließlich Tumormarker vollständig verzichtet; einzig die Mammographie wird beibehalten ( nach BET in den ersten 3 Jahren alle 6 Monate, danach jährlich).
Andererseits werden bei Alarmsymptomen, z.B. ”Knochenschmerz” die erforderlichen Untersuchungen (Knochenszintigraphie etc.) unverzüglich veranlasst. Im Falle eines Rezidivs wird der erforderliche zeitnahe Informationsaustausch mit dem/den Ersttherapeuten und anderen Institutionen durch die o.g. Maßnahmen wesentlich erleichtert.
Bitte helfen Sie durch Ihre aktive Unterstützung bei der Umsetzung dieses Vorgehens. Sie fördern damit die Qualität der Versorgung onkologischer Patienten. |