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Tumorpässe IQO
TUMORPASS
PRÄAMBEL MITGLIEDERLISTE
   
  • PRÄÄMBELl DER NACHSORGEPÄSSE
   
  Allgemeine Hinweise für den nachsorgenden Arzt
 

Präambel der Nachsorgepässe Allgemeine Hinweise für den nachsorgenden Arzt Der Qualitätszirkel interfakultative, kooperative Prävention und Nachsorge onkologischer Erkrankungen hat sich im Dezember 1998 konstituiert. Mitglieder sind in Diagnostik, Therapie und Nachsorge onkologischer Erkrankungen tätige Kliniker und niedergelassene Ärzte. Ziel des Qualitätszirkels ist die Förderung von Kommunikation und Zusammenarbeit zur Verbesserung der Qualität von Vor- und Nachsorge maligner Erkrankungen.

Hierfür werden folgende Mittel eingesetzt:

-Wiedereinführung eines Nachsorgepasses für den Tumorpatienten

- Erstellen eines Lose-Blatt-Ordners mit allen wichtigen
Tumorentitäten für den nachsorgenden Arzt

-Erstellen eines allgemeinen Ein- und Rücküberweisungsformulars zum raschen und vollständigen Informationsabgleich zwischen Klinik und Praxis

-Evaluation weiterer moderner Medien und Kommunikationsmittel (Chipkarte, Diskette)

-Zusammenführen der Präventionsrichtlinien aller solider Tumoren

 


Wesentliche Teilaufgabe des interfakultativen onkologischen Qualitätszirkels ist die Sicherung und Verbesserung der Qualität der onkologischen Nachsorge in der Region Essen durch Umsetzung der Leitlinien der einzelnen Fachgesellschaften, insbesondere der interdisziplinären Leitlinien.

Tumornachsorge ist die langfristige Betreuung von Tumorpatienten nach Abschluss der Primärtherapie. Nachsorge im engeren Sinne ist diagnostische Nachsorge des tumorfreien, R0-resezierten Patienten in regelmäßigen Abständen zur Früherkennung von Rezidiven sowie zur Erkennung und Verlaufsbeurteilung von Therapie- und Tumorfolgeschäden.

Dieses Fazit von 25 Jahren Tumornachsorge hat zu einem Paradigmenwechsel geführt: Verzicht auf schematisierte Rasternachsorge mit aufwendiger technischer Diagnostik zugunsten einer Langzeitbetreuung mit Betonung psychosozialer und rehabilitativer Aspekte (Lebensqualität) und symptomorientierten Untersuchungen mit gezielter Diagnostik bei tumorspezifischen Alarmsymptomen.

So werden beispielsweise beim Mammakarzinom seit kurzem nur noch Anamnese und körperliche Untersuchung regelmäßig durchgeführt und auf apparative Diagnostik einschließlich Tumormarker vollständig verzichtet; einzig die Mammographie wird beibehalten ( nach BET in den ersten 3 Jahren alle 6 Monate, danach jährlich).

Andererseits werden bei Alarmsymptomen, z.B. ”Knochenschmerz” die erforderlichen Untersuchungen (Knochenszintigraphie etc.) unverzüglich veranlasst. Im Falle eines Rezidivs wird der erforderliche zeitnahe Informationsaustausch mit dem/den Ersttherapeuten und anderen Institutionen durch die o.g. Maßnahmen wesentlich erleichtert.

Bitte helfen Sie durch Ihre aktive Unterstützung bei der Umsetzung dieses Vorgehens. Sie fördern damit die Qualität der Versorgung onkologischer Patienten.

 

1. Verwandte 1. Grades von Personen mit Dickdarmkrebs sollten sich beginnend mit dem 35. Lebensjahr mindestens jährlichen Stuhltesten und der flexiblen Enddarmspiegelung alle 3-5 Jahre unterziehen. Eine alternative Maßnahme ist die 3-5jährliche hohe Darmspiegelung, insbesondere wenn der betreffende Fall in einem Alter von weniger als 55 Jahren diagnostiziert wurde oder wenn mindestens 2 Verwandte 1. Grades von dem Dickdarmkrebs betroffen sind.

2. Adenomatöse Polypen bei Verwandten 1. Grades und Dickdarmkrebse bei Verwandten 2. Grades verstärken das Familienrisiko eines Dickdarmkrebses.

3. Erbliche Syndrome sollten immer dann in Betracht gezogen werden, wenn ein Dickdarmkrebs bei einem Verwandten, jünger als 40 Jahre diagnostiziert wurde oder mindestens 3 Verwandte ebenfalls an einem Dickdarmkrebs erkrankt sind.

 

 

 
 
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