Home
   
 
ÜBERSICHT
 LINKS ÄRZTE IN RUHRGEBIET  
HOME
ÜBER UNS
WEGBESCHREIBUNG
KONTAKT
IMPRESSUM
   
LEISTUNGSSPEKTUM
VORSORGE-MEDIZIN
KREBSERKRANKUNGEN
 
Alarmsignale
Vorsorge
Nachsorge
Leitlinien
Download-Center
PROKTOLOGIE
   
INFO-BROSCHÜREN
SELBST-TESTS
FORMULARE
VORTRÄGEE
   
MINI-LEXIKON
REZEPTE-HOTLINE
   
 
 
Krebserkrankungen Downloas-Center- Vorsorge für Ärzte
ÜBERSISCHT
LEITLINIEN
ALARMSIGNALE
       
  • LEITLINIEN
   
  An dieser Stelle halten wir stets aktuelle Leitlinien für Sie bereit zum downloaden
   
 
Download  Acrobat Reader
    Allgemeine Nachsorge bei Pat mit GIT-NPLs
- Colon-Ca
- Extrarhepat-Gallengangs-Ca
- Gallenblasen-Ca
- Infoblatt 40 Seiten [dem Krebs keine Chance]
- Lebermetastasen
- Magen-Ca
- Ösophagus-NPL
- Pancreas- Ca
- Papillen-Ca
- Prim Leber-Ca
- primäres HCC
- Reha nach Colon-NPL
- Rektum-NPL
       
  Primäre Prävention des Darmkrebses
  I. Asymptomatische Bevölkerung
  I.1 Primärprävention bei der asymptomatischen Bevölkerung
  Eine große Zahl an klinischen und epidemiologischen Studien hat gezeigt, daß das Risiko für ein kolorektales Karzinom bei der asymptomatischen Bevölkerung mit der Zusammensetzung der Nahrung korreliert. Die Evidenz dieser Daten ist jedoch unterschiedlich und uneinheitlich.

Im ersten Teil der Bochumer Konsensuskonferenz wurde überprüft, ob durch Empfehlungen zur Ernährung, zu Lebensgewohnheiten, zu Mikronährstoffen und zu Medikamenten die Inzidenz des kolorektalen Karzinoms , d.h. das Risiko bei der asymptomatischen Bevölkerung reduziert werden kann. Alle Empfehlungen zur Primärprävention bei der asymptomatischen Bevölkerung wurden einstimmig verabschiedet. Es werden nur neuere Studien zitiert. Eine umfassende Darstellung der Literatur bis 1996 findet sich bei (135).
 

.I.1.1 Ernährungsempfehlungen Zur Reduktion des Risikos eines kolorektalen Karzinoms wird bei der asymptomatischen Bevölkerung eine ausgewogene Ernährung, die insbesondere fleisch- und fettarm sowie faserreich ist, empfohlen. Grad der Empfehlung: B, Evidenz: II-2

 

Anmerkungen: Epidemiologische Untersuchungen weisen auf einen Zusammenhang zwischen westlichem Ernährungstyp und erhöhter Inzidenz kolorektaler Karzinome hin (104). Mehrheitlich zeigen zahlreiche epidemiologische Studien, daß eine faserreiche Kost protektiv wirkt (35, 50, 55, 119).

Eine Studie, in der keine protektive Wirkung durch eine faserreiche Kost gezeigt werden konnte, wurde erst nach der Konsensuskonferenz mitgeteilt und wird in der nächsten Revision berücksichtigt (34). In diesen Studien wurde auch gezeigt, daß eine vermehrter Verzehr von Gemüse und Obst protektiv wirkt. Allerdings ist die Datenlage zur protektiven Wirkung von Obst wenig konsistent.

Eine erhöhte Menge von Fett in der Nahrung ist ein möglicher Risikofaktor für ein kolorektales Karzinom (35, 119). Tierexperimentelle Daten und epidemiologische Untersuchungen deuten darauf hin, daß gesättigte Fette ein höheres Risiko darstellen als ungesättigte pflanzliche Fette (73). Es besteht eine Assoziation zwischen der Menge an verzehrtem Fleisch und dem Auftreten eines kolorektalen Karzinoms, wobei insbesondere bei Aufnahme von rotem Fleisch das Risiko erhöht ist (35, 96, 120). In der Literatur gibt es unterschiedliche Angaben zum Einfluß von Alkohol auf die Inzidenz des kolorektalen Karzinoms (68, 90). Unklar ist insbesondere, ob Bier mit einem höheren Risiko vergesellschaftet ist als andere alkoholische Getränke.

  I.1.2 Lebensgewohnheiten
 
Empfehlungen: Körperliche Bewegung scheint das Risiko für ein kolorektales Karzinom zu senken. Grad der Empfehlung: C, Evidenz: II-3 Übergewicht wird als Risikofaktor für ein kolorektales Karzinom angesehen. Grad der Empfehlung: B, Evidenz: II-2
  Anmerkungen:
  Verschiedenen Studien zeigen übereinstimmend, daß körperliche Aktivität das Risiko für ein kolorektales Karzinom senkt, während ein sitzender Lebensstil das Risiko erhöht (105, 133). Bei übergewichtigen Personen war das Risiko für ein Kolonkarzinom bis zu zweifach erhöht (105, 133), wobei unklar ist, ob die Risikoerhöhung durch das Übergewicht, die erhöhte Kalorienaufnahme oder durch die fehlende körperliche Aktivität bedingt ist.
  I.1.3 Mikronährstoffe und Medikamente
  Empfehlungen:
  Es gibt derzeit keine gesicherten Daten zur wirksamen Prävention des kolorektalen Karzinoms durch Mikronährstoffe und Medikamente. Diese Angaben gelten für Kalzium, Magnesium, Betacarotin, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Folsäure, Selen und Aspirin. Die Einnahme dieser Substanzen im Rahmen der Primärprävention kann deshalb nicht empfohlen werden. Grad der Empfehlung: C,
Evidenz: II-3
  Anmerkungen:
 

In zahlreichen Studien wurde der Einfluß von Mineralien, Vitaminen und Medikamenten auf die Inzidenz des kolorektalen Karzinoms untersucht. In der Mehrzahl dieser Studien ist es allerdings nicht möglich, einen Effekt auf eine einzelne Substanz zurückzuführen.

Die überwiegende Mehrzahl der Kohortenstudien und Fallkontrollstudien zeigt keinen Zusammenhang zwischen erhöhter Kalziumaufnahme und erniedrigter Inzidenz des kolorektalen Karzinoms (35, 91).
Eine Studie, die einen signifikanten gering protektiven Effekt einer Kalziumzufuhr auf die Adenomentstehung zeigen konnte, erschien erst nach der Konferenz und wird daher in einer späteren Revision berücksichtigt werden (6). Zum Effekt von Magnesium können keine Angaben gemacht werden, da die Datenlage zu unsicher ist. Die Wirkung von Betacarotin auf eine Verminderung des Risikos für ein kolorektales Karzinom ist nicht eindeutig belegt (14, 109). Mehrere epidemiologische Untersuchungen an Personen mit erhöhter Einnahme von Vitamin A konnten eine Reduktion des Risikos für ein kolorektales Karzinom nicht sichern (35, 72, 82, 90, 103). Es ist nicht eindeutig belegt, daß die Einnahme hoher Dosen von Vitamin C das Risiko für ein kolorektales Karzinom senkt (50, 72, 90, 103). Bezüglich Vitamin D und Vitamin E ist die Datenlage unzureichend, so daß eine Aussage über mögliche protektive Effekte auf die Entwicklung eines kolorektalen Karzinoms nicht möglich ist (14, 35).

Es gibt Hinweise, daß die Einnahme von Folsäure in einem Multivi-taminpräparat einen protektiven Effekt auf die Entwicklung eines kolorektalen Karzinoms hat. Allerdings ist dieser Effekt für die Folsäure allein nicht eindeutig nachgewiesen (7, 38). Durch Anreicherung der Nahrung mit Selen wurde eine Reduktion des KRK in einer prospektiven Studie festgestellt. Diese Daten reichen jedoch nicht aus, um eine Empfehlung für Selen zur Reduktion des Risikos des kolorektalen Karzinoms zu geben (19). In einigen Kohorten- und Fallkontrollstudien wurde eine erniedrigte Inzidenz des kolorektalen Karzinoms bei Einnahme von Aspirin gesehen. Diese Befunde wurden jedoch in anderen Studien nicht bestätigt. In der Mehrzahl der Studien fehlt es an klaren Angaben über die Dosis und Dauer der Aspirineinnahme. Aufgrund der derzeit ungesicherten Datenlage kann außerhalb von Studien eine Empfehlung zur Einnahme von Acetylsalicylat als Primärprävention des kolorektalen Karzinoms nicht gegeben werden (40, 45, 98).

 

 

 

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind
ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.© 2005