Aus aktuellem Anlaß möchte ich auf die uns jetzt zur Verfügung stehende Möglichkeit einer ambulanten 24-Std.-Ph-Metrie als neue diagnostische Möglichkeit hinweisen.
Mit dieser Methodik können u.U. geklärt werden:
-der nicht cardiale Thoraxschmerz
-das morgentliche Asthma
-unklare retrosternale Dyspepsie
-chronisch persistierender Husten ohne faßbares Korrelat
-der chronische "Magenschmerz" ohne faßbares Korrelat ("funktionelle Dyspepsie")
Bei dieser Untersuchung wird Ihrem Patienten eine ca. 1 mm messende dünne, weiche, flexible Sonde nasal eingeführt; die Meßpunkte finden sich im Magen und distalen Oesophagus.
Ein spezieller Kleincomputer mißt kontinuierlich den Säuregrad in den beschriebenen Abschnitten. Ihr Patient hat sich nach ca. 1 Std. an die Apparatur gewöhnt. Er wird nach Anweisung aktive Momente (Essen, Schlafen, etc.) mittels Knopfdruck signalisieren sowie auch passive Momente (Schmerz, Dyspepsie, Unwohlsein) mittels eines anderen Signals anzeigen.
Die diagnostische Aussage ist in aller Regel beträchtlich und kann gerade anamnestisch unklare Krankheitszustände (welche möglicherweise schon umfassend apparativ abgeklärt worden sind) häufig klären.
Ich möchte darauf hinweisen, daß das Angebot dieser diagnostischen Möglichkeit für den Betreiber wirtschaftlich nicht interessant ist sondern einem gastroenterologischem Bedürfnis entspricht und in der Regel keine Folgekosten verursacht, sondern möglicherweise unklare Krankheitszustände und Befindlichkeitsstörungen klärt und mittels einfacher, ggf. kostengünstiger Medikamente zu therapieren hilft.
Mit herzlichem kollegialen Gruß Dr. med. A. Boekstegers